Der Freizeitverein Hollenstein geht auf das Jahr 1984 zurück.

Damals renovierten einige Jugendliche aus Hollenstein die Kellerräume des Hauses Hintermayer und richteten sich dort eine kleine Bar mit Privatdisco ein, um einen Treffpunkt zu haben und verschiedene Feste im privaten Rahmen feiern zu können.

Schon bald erkannten die Initiatoren, dass eine Organisationsform notwendig war, um dem Zuspruch der jüngeren Bevölkerung in Hollenstein gerecht zu werden, die Idee einer Vereinsgründung wurde geboren. So wurde Ende 1984 der „Bongos Insel Club“ gegründet. Schon bald konnte man über 100 Vereinsmitglieder zählen, schon bald war man sich auch im klaren, daß zu einem intakten Vereinsleben ein Programm mit Veranstaltungen und eine gut geführte Vereinskassa gehört. Die herausragenden Veranstaltungen der Anfangszeit waren ein Jugendball im Gasthaus Edelbacher – Steiner mit den „Strings“ und ca. 600 Besuchern im Jahre 1985 und die diversen Vereinsausflüge, beispielsweise nach Tirol.

Allerdings hatte der Verein in Hollenstein mit einem Vorurteil innerhalb der Bevölkerung zu kämpfen, man war sich nämlich nicht sicher welchen Zweck die Jugendlichen verfolgten, welches Ziel sie erreichen wollten. Auch der Vereinsvorstand war mit dieser Situation nicht zufrieden und versuchte sein Image aufzubessern, allein der Erfolg blieb bei diesen Versuchen meist aus, und so existierte zwar der Inselclub, aber das Vereinsleben war alles andere als initiativ. Es fehlte das richtige Betätigungsfeld sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nach einem völlig misslungenen Zeltfest, unter anderen mit den „Zillertaler Schürzenjägern“ im Jahr 1991, schien der Verein am Ende, gab es doch schon im Vorfeld innerhalb des Vorstands Diskussionen ob das finanzielle Risiko nicht zu hoch sein würde, ob man sich bei der Planung nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hätte. Die Ursache für den Misserfolg war ein Jahrhundert – Hochwasser, das Hollenstein völlig von der Umwelt abschnitt, die Gäste hätten nur mit dem Hubschrauber eingeflogen werden können. Allerdings kam man auf der finanziellen Seite noch einmal mit einem blauen Auge davon, doch innerhalb des Vereines blieb jetzt kein Stein auf dem anderen.

Bei der folgenden Generalversammlung entschloss man sich zur Offensive, löste den Club nicht auf sondern wählte einen neuen Obmann und Vorstand. Es erfolgte auch die Umbenennung in Freizeitverein Hollenstein. Mit bescheidenen Mitteln sollte es Schritt für Schritt wieder aufwärts gehen.

Im Frühjahr 1992 packte der neue Vorstand dann die Gelegenheit beim Schopf, man bekam die Gelegenheit das Ybbsstrandbad vom Fremdenverkehrsverein zu pachten, da sich niemand fand das Bad zu betreuen. Nach kurzer Überlegungsphase ging man ans Werk und begann das alte und völlig desolate Bad zu renovieren. Viele ehemalige Mitglieder und Freunde konnten überzeugt werden, dass dies wohl die letzte Chance sein würde, den Verein zu retten. So werkte man das ganze Frühjahr und war rechtzeitig zur Eröffnung der Badesaison fertig geworden, es blieb nur noch ein Risiko, wie würde die Bevölkerung von Hollenstein reagieren. Gleich vorweg, zunächst waren viele wohl nur neugierig und kamen zum ersten Sonnwendfeuer, aber schon bald schlug diese Neugier in Anerkennung und in Unterstützung um.

Die Badesaison 1992 war auch dank Petrus ein voller Erfolg, und so schloss man einen neuen Pachtvertrag auf fünf Jahre ab. Nun konnte man planen und längst notwendige Renovierungen vornehmen, z.B.: Sanitäre Anlagen, Buffet, Grill, usw.

Dies war der Beginn einer Erfolgsstory. Mit der Übernahme des Strandbades kam der Aufschwung für den Verein, der von vielen schon totgesagt wurde und heute besser und gesünder denn je dasteht. Die seit einigen Jahren konstante Zahl von ca. 250 Vereinsmitgliedern ist ebenfalls ein Ausdruck für den Zuspruch zu den Aktivitäten.

Nach mittlerweile 13 erfolgreichen Badesaisonen präsentiert sich das Strandbad in sehr gutem Zustand, der Freizeitverein ist in Hollenstein zu einer Institution geworden und hat sich über die Jahre als einer der aktivsten und zahlenmäßig stärksten Vereine etabliert.

Auch der Zuspruch der Badegäste, die vor allem als Tagestouristen ins Ybbstal kommen ist stetig gestiegen. Im Rekordsommer 2003 drohte unser Schmuckkästchen an der Ybbs aus allen Nähten zu platzen, bis zu 400 Badegäste tummelten sich täglich und zeigten uns deutlich unsere Grenzen, aber auch noch vorhandenes Verbesserungspotential an Infrastruktur und Organisation auf. Bisher ist es dem Freizeitverein gelungen trotz all der Innovationen die in den letzten Jahren gemacht wurden die Ursprünglichkeit, das natürliche Ambiente des Strandbades zu erhalten. Dieser Weg soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, denn gerade das macht den kleinen aber feinen Unterschied aus, weswegen uns viele Gäste seit Jahren die Treue halten und immer wieder gerne zu uns kommen.

Eine genaue, manchmal auch nicht immer 100%ig ernst zu nehmende Chronik der verschiedenen Veranstaltungen findet ihr unter dem Link „Des Vereinsbuch“. Dieser Rückblick wird laufend erweitert, also immer wieder reinschauen und nachlesen was sich im Freizeitverein so getan hat.

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